Packliste für Outdoor-Abenteuer
Weniger ist mehr (Erholung) bei Outdoor-Abenteuern
Wen es nach draußen in die Natur zieht, der sollte nicht gleich seine halben Hausstand mitnehmen. Die Natur bietet beinahe alles, was Tiere und auch der Mensch ebenso brauchen. Was darüber hinaus noch wichtig sein könnte, hat aktivwellness.de in eine Packlistenempfehlung verschnürt.
Es gibt keine generelle Packliste für alle Abenteuer. Nachfolgend sind ein paar grundlegende Dinge aufgeführt, die beim täglichen und nächtlichen (Über-)Leben in der gemäßigten Wildnis nützlich sein könnten. Unnötiger Komfort sollte dabei vermieden werden. Es ist gerade der Verzicht auf die bequemen Utensilien des Alltags in der Zivilisation, die uns am Busen der Natur die nötige Bodenhaftung bescheren. Es hilft dabei zu lernen bisher Selbstverständliches mehr zu schätzen, die wesentlichen Dinge und Menschen im Leben (aus der Ferne) zu erkennen und natürlich auch sich zu erholen. Es ist eine Wohltat die bunte Vielfalt der Natur wieder schätzen zu lernen, mitsamt ihrer große Geordnetheit trotz ständiger Dynamik und regem Treiben, sich selbst als ein (bescheidener) Teil des Ganzen zu entdecken und viele kleine Wunder und Schönheiten am Wegesrand zu beobachten. Die Erfahrung, auch ohne Handy, Termine, Badewanne, Federbett und Mikrowelle auszukommen, gibt zudem ein großes Gefühl von Freiheit.
Darauf sollten Naturfreunde aber vorbereitet sein.
Es gilt nun zu überlegen, was aus dieser Liste für eine bestimmte Reiseplanung unbedingt notwendig ist und was darüber hinaus je nach Vorhaben wichtig sein kann:
- Waschzeug (Zahnpasta, Seife etc, es gibt für die Wildnis auch z.b. bei Globetrotter naturbelassene Produkte, die das Grundwasser bei der morgendlichen Reinigung am Gebirgsbach nicht chemisch belasten)
- Handtuch (ggf. auch Badehose)
- Isomatte
- Schlafsack, der den vorherrschenden Temperaturbedingungen standhält
- Zelt
- Rucksack mit Regenschutz
- Karte(n) und Kompass
- Schweizer-Messer (mit Sägefunktion)
- Ersatz-Heringe
- Campingkocher (mit Gas oder Espit) und Campinggeschirr, inkl. Besteck (Kleiner Tipp: Ab und zu gibt es bei Tchibo oder Globetrotter günstiges Campinggeschirr.)
- Erste-Hilfe-Set und kleine Reiseapotheke (mit Schmerzmitteln, schmerzlindernden Salben, Mitteln gegen Erkältung und Wundbehandlung (z.B. Jodsalbe, Desinfektionsmittel), Mitteln bei Darm- und Magenproblemen, Kohletabletten)
- Müllbeutel
- Kerzen
- Wäscheleine
- Isolierband
- Taschenlampe (gibt es auch solarbetrieben) oder Stirnlampe
Insektenschutz
- Klopapier
- Wetterfeste Kleidung (Zwiebel-Prinzip!) und passende Schuhe
- Evtl. Wanderstock
- Espit oder anderen Anzünder
- Sturmfeuerzeug
- Handy (nur für Notfälle)
- Ersatzbatterien (z.B. für Taschenlampe)
- Fotoapparat (z.B. Einwegkamera), Fernglas, etwas zum Lesen
- Ausweise (Krankenkassen-Chipcard, Personalausweis, DAV-Ausweis)
- Geldbeutel zum Umhängen oder Umschnallen
- leichte, energiereiche Nahrung (z.B. Reis, Energieriegel, Instantkaffee, Globetrotter-Lunch etc.)
Ein paar Hinweise zur Kleidung
- Am besten ist es, sich über die klimatischen Bedingungen des Reisziels zu informieren. Wer weiß, welches Wetter dort im gleichen Monat in den letzten Jahren vorherrschte, kann sich beim Einkauf und Packen besser einrichten. Wer sich viel bewegt, z.B. bei Radtouren, sollte entsprechend auf atmungsaktive Outdoor Bekleidung setzen und Funktionsunterwäsche, damit sich durch die viele Bewegung auf der Haut nichts aufreibt.
- Funktions(unter)wäsche ist für Abenteuertouren auch etwas hygienischer. Mit "Rei in der Tube" kann diese Wäsche schnell mal gewaschen werden und trocknet auch schnell genug bis zum nächsten Tag. So muss weniger Wäsche im Gepäck mitgenommen werden.
- Reflektierende Kleidung erhöht die Sicherheit bei Radtouren. Wer sich wandernd in die natürliche Wildnis abseits der Straßen und Panoramawege begibt, sollte besser Oberbekleidung in auffälligen Farben tragen. Nur Jäger und Flüchtende müssen sich im Wald tarnen. Als reisender Gast hilft die grellere Kleidung, vor Jagdunfällen mit Wanderern zu schützen und verirrte oder verletzte Wanderer werden schneller von Rettungskräften gefunden.
- Schusters Rappen seien auch nicht vergessen: Das Schuhwerk sollte dem Profil eines Wandergebiets angepasst sein. Vor allem bei Touren in Hochgebirgen sind alpine Schuhe sicherer. Die Schuhe sollten über den Knöchel gehen und das Profil für den jeweiligen Untergrund auch bei längeren Wanderungen den Fuß schützen. Je steiniger der Untergrund, desto härter muss die Sohle sein. Auf flachen Strecken sind diese Schuhe aber sehr umkomfortabel.
So packen es Outdoorfreunde an und ein:

- Die schweren Sachen kommen in den Rucksack
- Gleichmäßig Gewicht verteilen, damit beim Wandern kein Links- oder Rechtsdrall stört
- Dinge, an die man ständig heran muss (z.B. Karte, Tagesverpflegung, Geldbeutel) und Erste-Hilfe-Set gut erreichbar oben platzieren.
Autor: Henryk Balkow
Fotos: Shutterstock/ aktivwellness.de
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